Lebenspuzzle

Habt ihr euch schon mal einen Puzzle gekauft? Man sucht sich eine freie Fläche und schüttet den ganzen Inhalt aus. Alle Teile liegen kreuz und quer. Dann fängt man an, zumindest würde ich es so machen, jedes einzelne umzudrehen. Wenn man damit fertig ist, stellt man noch den Deckel von der Puzzleschachtel auf. So sieht man, wie das Bild aussehen soll, wenn man alle Teile zusammengefügt hat. Manche Puzzleteile sehen so schwammig aus, dass man keine Ahnung hat, wo sie hingehören. Diese Teile sind darauf angewiesen, dass erst andere Teile ihren Platz finden. Oft beginnt man mit den äußeren Rahmen und in Vorfreude auf das Gesamtbild arbeitet man sich emsig vor.

Das Leben ist fast vergleichbar mit einem Puzzle. Was im Leben aber anders ist? Weder kann man sich das Leben, wie bei einem Puzzle, selber aussuchen., noch kann man sich das Gesamtbild anschauen. Man bekommt den Rahmen und viele schwammige Teile, man arbeitet, entdeckt, leidet, oft kommt man an einem Punkt, da weiß man nicht mehr, wo das nächste Teilchen hingehört.

Bei einem Puzzle kann man sich anschauen, wie es am Ende ausschaut, aber im Leben kann man das nicht. Es kommt der Moment und das ist jedem bewusst, da zeigt sich das Gesamtbild. Fragt sich nur, ob es so aussieht, wie man es sich gewünscht hat. Denn was zum Puzzle noch anders ist. Wir selbst haben Einfluss darauf, wie Teile unseres Lebenspuzzle aussehen können. Wir sind nicht auf die Idee eines Anderen angewiesen. Wir haben die Möglichkeit unser Puzzle selbst zu gestallten. Auch wenn der Rahmen nicht perfekt ist, so können wir uns nach innen vorarbeiten und unsere Lebensteile neu einfärben. Wir sollten uns nur trauen, denn unser Leben ist bei weitem nicht so statisch wie ein gekauftes Puzzle aus dem Laden. Es ist unser Leben und wir haben das Recht unsere Teile immer wieder neu zu gestalten.

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Kommentare: 1
  • #1

    Britta Juschka (Sonntag, 06 Mai 2018 19:16)

    Sehr einfühlsam geschrieben